solo-prophylaxe-parodontitisDiagnostik – Erfolgreichere Behandlung durch frühzeitige Erkennung

Je eher eine Parodontitis von Zahnärzten erkannt wird, desto besser lässt sie sich behandeln und umso erfolgreicher ist die Therapie. Im Frühstadium ist Parodontitis soweit heilbar, dass mögliche Folgewirkungen kaum wahrnehmbar sind.

Wie kann Parodontitis festgestellt werden?

Da diese Erkrankung meist über einen längeren Zeitraum und schmerzlos verläuft, sind die Frühsymptome (für Laien) oftmals nicht einfach zuzuordnen. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass Sie mögliche Symptome, wie z.B. häufiges Zahnfleischbluten, schnellstmöglich professionell bei Ihrem Zahnarzt abklären lassen.

Die Diagnosemethoden im Detail

Die gängigsten Methoden sind das Vermessen der Zahnfleisch-Taschen und die Röntgen-Aufnahme.

 

Schmerzfrei und genau – die Taschenmessung

Es wird eine Sonde an sechs verschiedenen Stellen um jeden Zahn herum in die Spalte zwischen Zahn und Zahnfleisch eingeführt. Bei einer Parodontitis kann die Sonde häufig über 4mm tief eindringen. Ist das Zahnfleisch hingegen gesund sind Werte von 1 -2 mm die Regel.

Der Blick ins Innere – die Röntgenkontrolle

Röntgenbilder des Kiefers erlauben es einen möglichen Knochenabbau zu diagnostizieren und entsprechende Therapiemaßnahmen vorzubereiten.

Sind manche Menschen eher betroffen als andere?

Tatsächlich gibt es Patienten, die trotz vorbildlicher Mundhygiene an Parodontitis erkranken, während andere, deren Zahnhalteapparat stark von Zahnstein und Plaque betroffen ist, gesund bleiben. Zwei Tests können Aufschluss über Ihr Parodontitisrisiko geben.

Erblich vorbelastet? Ein Gen-Test schafft Klarheit.

Circa 30 Prozent der deutschen Bevölkerung haben eine genetische Veranlagung, die das Risiko an Parodontitis zu erkranken erheblich erhöht. Mit einem entsprechenden Gen-Test ist es möglich jeden Patienten auf eine mögliche Vorbelastung hin zu untersuchen. Bei dieser schmerzfreien Methode wird ein Abstrich im Mundraum genommen und analysiert. Auf diese Weise können Risikopatienten identifiziert und besonders intensiv betreut werden – schon bevor eine Erkrankung auftritt.

Bakterien-Test

Die Parodontitis auslösenden Bakterien-Arten sind dank langjähriger zahnmedizinischer Forschung bekannt und können mit einem speziellen Test erkannt werden. Je nach Konzentration der entsprechenden Bakterien kann das Parodontitisrisiko eingeschätzt und eine effektive Behandlung in unserer Zahnarztpraxis geplant werden.